Vitalisierung einer verbrachten Frischwiese in Seifhennersdorf

  • Titel: Biotopsanierung auf der ehemaligen Lehmgrube Seifhennersdorf – (Wieder-)Herstellung einer Mageren Frischwiese (052024034113ENE)

  • Antragstellung: Planung, Begleitung und Umsetzung: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge gGmbH

  • Zeitraum: 2025/ 2026

  • Förderung: Richtlinie Natürliches Erbe - RL / NE 2023

 

Aufgrund der positiven Erfahrungen, die das NSZ in Zusammenarbeit mit und im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz im Rahmen des über die RL BesIn geförderten Pilotprojekts „Stillgelegte Deponien – Wertvolle Insektenlebensräume und Ersatzstandorte für Flachland-Mähwiesen und Halbtrockenrasen“ sammeln konnte, wurde ein Nachfolgeprojekt auf einer Altdeponie bei Seifhennersdorf geplant, beantragt und umgesetzt.

Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung der Lebensraumqualität der ehemaligen Ortsdeponie sowie die Entwicklung einer artenreichen Mähwiese. Die Fläche wurde im Jahr 2024 als degradierte magere Frischwiese mit Dominanz unter anderem von Festuca rubra, aber auch Calamagrostis epigejos, eingestuft. Typische, noch vorkommende Arten magerer Frischwiesen sind unter anderem Achillea ptarmica sowie Centaurea jacea.

Aufgrund jahrelanger unzureichender bis ausbleibender Pflege weist die im Zuge der Deponiesanierung ursprünglich als magere Frischwiese angelegte Fläche deutliche Verbrachungserscheinungen auf. Diese äußern sich insbesondere in Verbuschung, der Dominanzbildung von Calamagrostis epigejos und Solidago canadensis sowie im stellenweisen Auftreten von Fallopia japonica.

Durch eine Biotopsanierung mittels flächendeckender Mahd sowie Entbuschung inklusive Nachpflege der betroffenen Bereiche (maschinelle Nachbehandlung mit geeigneter Technik) und die anschließende Überführung in eine regelmäßige Biotoppflege soll die Fläche mittelfristig in einen guten ökologischen Zustand überführt werden. Ziel ist die Entwicklung des Biotoptyps „magere Frischwiese“ (LRT 6510) mit differenzierten trockeneren und feuchteren Standortbereichen.

stark verbuschter Bereich der ehemaligen Lehmgrube, es dominieren Betula pendula, Salix sp. Alnus glutinosa sowie Rubus fructicosus und Calamagrostis epigejos agg. im Unterwuchs (Foto: NSZ, 2024)
Die Fläche während der Entbuschung im Februar 2026 (Foto: NSZ, 2026)
Die ehemalige Deponie nach der Entbuschung im April 2026. Einige wenige Einzelbäume und -gebüsche wurden belassen, um die bald artenreiche Wiese mit Landschaftsstrukturen anzureichern.
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