Gehölzpflege und -anlage

Egal ob stachlig oder fruchtig, groß oder klein

Das Naturschutzzentrum als grüne Institution bemüht sich natürlich auch darum, die vielfältigen Gehölzelemente im Landkreis Görlitz zu fördern und zu vermehren. Dazu gehört die Anlage von Streuobstwiesen oder -reihen, Feldhecken, Kopfbäumen und ähnlichen Pflanzungen im freien Gelände sowohl als Fördervorhaben als auch im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die meisten Anpflanzungen sind Kulturelemente, die einer fachgerechten, teils langfristigen Betreuung bedürfen, um dauerhaft in voller Pracht erstrahlen zu können – auch hierfür stehen wir planerisch und umsetzungsbezogen zur Seite.

Apfelblüte (Foto: Kay Sbrzesny)
Kopfweiden (Foto: Kay Sbrzesny)
Hecke Schanzberg (Foto: Kay Sbrzesny)

Obstbäume - bloß keinen Hut durchwerfen

Das Naturschutzzentrum beschäftigt zwei zertifizierte Obstbaumwarte, die den naturgemäßen Obstbaumschnitt praktizieren. Wir bemühen uns demzufolge um eine sorten- und flächenangepasste Baumpflege und bilden uns hierbei stetig weiter. Unsere Leistungen umfassen sowohl die Planung und Umsetzung von Pflanzungen (Streuobstwiesen, Obstbaumreihen, Einzelbäume) als auch die folgende Erziehungspflege (u.a. Schnitt, Baumscheibenpflege, Wässern). Auch bei der Sanierung, Wundbehandlung und erfolgreichen Weiterpflege von Altbäumen sind wir die richtigen Ansprechpartner. Anlage und Erhalt von Obstbäumen verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl - der Hut allein, den man angeblich durch einen gut geschnittenen Baum durchwerfen können soll, ist kein Kriterium für einen gelungenen Schnitt.

 

Apfelblüte (Foto Kay Sbrzesny)
Schnitt Streuobstwiese Herrmann (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)
Äpfel (Foto Kay Sbrzesny)

Hecken im Gelände – Lebensraum und Verbreitungskorridor

Mehrreihige Hecken in der Agrarlandschaft bieten vielen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Nahrung und Lebensraum. Für viele Arten sind Hecken ein wichtiger Korridor im Biotopverbundsystem und damit eine Voraussetzung, sich überhaupt verbreiten zu können. Ein gern gesehener Gast in den Hecken der südlichen Oberlausitz ist beispielsweise die Haselmaus, die sich nur über Gehölzstrukturen von einem Wald in den nächsten bewegen kann. Das Naturschutzzentrum kümmert sich sowohl um Pflanzungen als auch um die Erziehungspflege von Hecken. Überalterte Altpflanzungen werden von uns außerdem saniert. Dies geschieht durch das sogenannte „auf Stock setzen“. Hierbei gibt es einen artspezifischen fachgerechten sauberen Schnitt der Gehölze in etwa 20 cm Höhe. Die Gehölze treiben daraufhin am Stock wieder aus und können so frisch vitalisiert zu ihrer alten Funktion zurückfinden. Das Blüten-, Frucht-, und Versteckangebot nimmt danach deutlich zu, auch wenn die früher weit verbreitete Pflegemaßnahme aus heutiger Sicht eher radikal aussieht. Ein staffelweises Vorgehen dieser Pflegearbeiten über meist 3 Jahre sorgt dafür, dass nicht mit einem Mal alle wertvollen Strukturen verloren gehen.

Heckenpflege (Foto Kay Sbrzesny)
Hecke am Pfarrweg Bertsdorf (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)
Hecke (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)

Kopfbäume – dicker Baum mit frischen Blättern

Die teils sehr landschaftsprägenden Kopfbäume – oft sind dies Linden oder Weiden – haben es in unseren Zeiten, in denen sie wirtschaftlich keine Rolle mehr spielen, nicht leicht. Die Pflege in jungen wie in alten Jahren gestaltet sich technologisch anspruchsvoll und benötigt viel Zeit. Neben ihrem hohen ästhetischen Wert bieten Kopfbäume Lebensraum für unzählige Arten, wie beispielsweise Wildbienen oder Fledermäuse.

Verschnittene Kopfweide (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)
Kopfweide Bertsdorf (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)
Kopfweide Bertsdorf (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)

Eine Auswahl unserer Gehölzprojekte finden Sie hier:

Streuobswiese Schiemann (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)

Aktuelle Projekte

Kopfweiden Wittgendorf (Foto: Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge)

Abgeschlossene Projekte