Auf der Suche nach dem Kammmolch

Der Kammmolch gehört zu den Amphibien, die man nicht oft zu Gesicht bekommt. Diese streng geschützte Art lebt sehr versteckt und kommt nur noch an wenigen geeigneten Orten vor. Um mehr über seine Vorkommen zu erfahren und ihn besser schützen zu können, waren wir in den Jahren 2024 und 2025 im südlichen Landkreis Görlitz unterwegs und haben dabei mit sogenannten Eimerfallen gearbeitet – einer bewährten, schonenden Methode, um Amphibien wie den Kammmolch nachzuweisen.

 

Der Kammmolch ist wirklich auffällig: Mit bis zu 18 Zentimetern Länge ist der Kammmolch die größte heimische Molchart. Er hat schwarze Haut, ein orangefarbener Bauch mit schwarzen Punkten – und zur Paarungszeit tragen die Männchen einen gezackten Kamm auf dem Rücken, der ihm seinen Namen gegeben hat. Im Frühling macht er sich auf den Weg zu seinem Laichgewässer. Doch so einfach ist das nicht: Diese Gewässer müssen ganz bestimmte Bedingungen erfüllen.

 

Das Wichtigste: Sie dürfen keine Fische enthalten. Denn Fische sind für Kammmolch-Eier und -Larven gefährliche Räuber. Dazu braucht es noch Sonne, flache Ufer und viele Wasserpflanzen – erst dann wird ein Gewässer zu einem echten Kammmolch-Paradies. 

Unsere Suche war erfolgreich: Wir konnten bisher acht Laichgewässer nachweisen, in denen der Kammmolch noch vorkommt. Jetzt geht es darum, diese Lebensräume zu erhalten und zu pflegen. Damit der Kammmolch auch in Zukunft bei uns ein Zuhause hat.

 

Kammmolch von unten - Jeder Kammolch hat eine individuelle Musterung
Kammolch an Land
Kammmolch